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know_how role comp

Gebrauchsanweisung für die dreischichtige "Diversity-Optima"-Scheibe

(© 2007 by Martin Hilb & Nils Jent, St.Gallen / Schweiz)

Damit Diversität von Board-Teams für Ihre Firma zum Wettbewerbsvorteil (und nicht zum -nachteil wird) sind folgende Punkte zu beachten

  1. Die Diversität von Board-Teams sollte nie komplexer sein als die Realität (wenn Ihre Firma z.B. nur in der Schweiz tätig ist, benötigt sie keinen Amerikaner im Board).
  2. Diversität erzeugt für die Anspruchsgruppen der Firma erst dann Nutzen, wenn jedes Board-Team-Mitglied seine eigene Identität und die der anderen Teammitglieder (mit Stärken und entsprechenden Schwächen) kennt.

Diese dreischichtige Scheibe kann dann wie folgt eingesetzt werden:

Die äußere Scheibe: notwendiges Know-how

Bestimmen Sie zunächst im Board-Team, welches Know-how für Ihr Board notwendig ist. Die Regel lautet: Das Board sollte über dasselbe Know-how verfügen wie die GL.

Nur so kann das Board die gesetzlich geforderte strategische Gestaltungs- und Controllingfunktion ausüben. Anschließend ermitteln Sie, welche Know-how-Beispiele mit den gegenwärtigen Mitgliedern abgedeckt und welche noch nicht im Board-Team vorhanden sind. Ist z.B. Unternehmertum wichtig und verfügen Sie über ein solches Mitglied, dann ist das gegenüberliegende notwendige (komplementäre) Know-how: Risiko-Management. Falls Sie im Board über kein Mitglied mit diesem Know-how verfügen, ist dieses Know-how bei der nächsten Ernennung eines Board-Mitglieds zu berücksichtigen.

Selbst wenn Ihr Board über alle notwendigen Know-how-Bereiche verfügt, garantiert dies noch keinen Erfolg. Damit ein Board zum Team wird, sind unterschiedliche Rollen notwendig.

Die mittlere Scheibe: notwendige Team-Rollen

Ermitteln Sie, welche Rollen durch gegenwärtige Board-Mitglieder (anhand einer Selbstbeurteilung) wahrgenommen werden. Auch die Rollenscheibe enthält jeweils auf der Gegenseite die komplementäre Rolle.

Übt z.B. ein Board-Mitglied als Stärke die Promotoren-Rolle aus, so liegt seine Rollen-Schwäche auf der gegenüberliegenden Seite, in der Controller-Rolle. Nur wenn die Board-Mitglieder ihre eigene Rollenstärke und -schwäche kennen, schätzen sie den gezielten Einsatz eines Board-Mitglieds der komplementären Gegenseite.

So ist z.B. sowohl ein Board-Mitglied in der Rolle des Kritischen Denkers notwendig als auch ein Board in der gegenüberliegenden Rolle des Umsetzers.

Die innere Scheibe: dominante komparative Stärke

Wir alle verfügen über ein sog. Kaleidoskop unserer sozialen Daten, das anhand eines Kuchens dargestellt werden kann:

Beispiel: Diagramm Kaleidoskop der sozialen Daten

Jedes Board-Mitglied identifiziert sein dominantes soziales Datum: Im obigen Beispiel ist das dominante soziale Datum dieses Mitglieds das Alter.

Die komparative Stärke liegt im reichen Erfahrungsschatz des Board (er verfügt über ein ausgeprägtes Langzeitgedächtnis), die komparative Schwäche liegt in einem weniger ausgeprägten Kurzzeitgedächtnis.

Damit das Board nicht zu groß wird (z.B. Kleinbetriebe: 3 Board-Mitglieder; Mittelbetriebe: 5 Board-Mitglieder; Großbetriebe: 7 Board-Mitglieder), müssen die Merkmale der drei Scheiben kombiniert angewandt werden, z.B. verfügt ein Board-Mitglied über folgendes Profil: HRM Know-how, Rolle des Promotors, Alter 60.

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